Vorheriger Vorschlag

Auch nicht Braunschweiger:innen beteiligen

Manche Vorhaben der Stadt betreffen auch Menschen, die nicht direkt in Braunschweig leben. Sie sind vielleicht davon betroffen, weil sie in der Stadt arbeiten oder sich in Braunschweig engagieren.

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Nächster Vorschlag

Mitwirkungsmöglichkeiten ausbauen

Es gibt Gruppen, die sich erfahrungsgemäß wenig in Bürgerbeteiligungsverfahren einbringen und wenig an der gesellschaftlichen Meinungsbildung teilhaben.

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Breite Beteiligung und hohe Diversität

Mitglieder des Arbeitskreises in der Diskussion

Oft sprechen Beteiligungsangebote nur politisch interessierte und direkt betroffene Menschen an. Damit die verschiedenen Interessen besser eingebracht werden können und so ein Gesamtinteresse gefunden werden kann, soll die breite Bevölkerung angesprochen und dabei auf eine hohe Diversität (z.B. Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungshintergrund, Berufsfeld, Stadtteile) der Beteiligten geachtet werden.
Wie ist Ihre Meinung dazu?

Kommentare

Eine breite Beteiligung und hohe Diversität ist wichtig, damit die Ergebnisse nicht nur eine Minderheiten Meinung darstellen. Hierfür muss das Beteiligungsmanagement der Stadt ein Vorgehen entwickeln, wie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen angesprochen werden können. "Ansprechpunkte" könnten sein: Jugendtreffs, Stadtteiltreffs, Initiativen, Sportgruppen, bis hin zu Infoständen auf den Quartiersplätzen!

Es sollten sich alle Menschen beteiligen können. Nicht jeder hat das erforderliche Fachwissen, die Zeit sich intensiv einzuarbeiten oder das Durchhaltevermögen, lange Fragebögen auszufüllen.

Vorschlag: Wenn man einen Fragebogen ausfüllt, gibt es mehrere Fragen mit zunehmender Komplexität. Die erste Frage hat die geringste Komplexität. Die letzte Frage hat die höchste Komplexität. Derjenige, der den Fragebogen ausfüllt, fängt mit der ersten Frage an und macht so lange weiter, wie er Lust hat. Dann schickt er den Bogen ab, auch wenn noch nicht alle Fragen ausgefüllt sind.

Durch die Sortierung mit zunehmender Komplexität, kommen zuerst die niederschwelligen Fragen, zu denen viele Menschen eine Meinung abgeben können. Außerdem arbeitet man sich beim Beantworten der Fragen langsam in das Thema ein. Man wird nicht gleich am Anfang von den komplexen Fragen abgeschreckt.

Gegebenenfalls könnte man zwischen den einzelnen Fragen auch "Lern-Blöcke" einfügen, die schrittweise Wissen vermitteln, das für die Beantwortung der komplexeren Fragen erforderlich ist.

Natürlich sollte jeder dran teilnehmen können, aber zwingen kann man doch auch niemand. Wenn die Stadt eine richtige Anlaufstelle hat (Website und zentrale öffentliche Stelle) wo alle laufenden Beteiligungen (+Archiv) zu finden sind, kann jeder jederzeit teilnehmen. Der Zugang muss einfach werden, um sich beteiligen zu können. Wo finde ich heute übersichtliche informationen zu allen Vorhaben? Wen rufe ich an oder wo gehe ich hin, wenn ich Informationen suche? Aktuell ist es Zufall, wenn ich von Beteiligungen erfahre.

Moderationskommentar

Lieber Gast,
wir freuen uns, dass Sie sich hier beteiligen.

Aktuell finden Sie alle Informationen zu aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten auf www.mitreden2.braunschweig.de, also die Seite, auf der Sie sich aktuell befinden. Hier sind auch einige FAQs und Ansprechpartner:innen zu finden.

Schade, dass Sie den Eindruck haben, nur zufällig von Beteiligungen zu erfahren. Wie sind Sie auf diese Beteiligungsmöglichkeit gestoßen?

Vielen Dank und freundliche Grüße,
Ina van Beesel (Moderatorin)

Das klingt theoretisch gut, aber in der Praxis ist es vielleicht wichtiger, einfach die betroffenen Menschen anzusprechen.
Um ein Beispiel zu nennen: Ein neuer Spielplatz wird geplant. Als Mann Mitte 40 kenne ich selbstverständlich die Welt, möchte überall mitreden, und ich weiß, wie man den Spielplatz gestalten sollte: a) Eine kleine Holztheke wäre klasse, damit man dort auch ein Feierabend- bzw. Nachkindergarten-Getränk verzehren kann. b) Eine Boulebahn ist unabdingbar, damit Kinder frühzeitig im Leben Boule lernen, weil sie so im späteren Leben immer Freunde finden ...
Das Beispiel mag seltsam klingen, aber bei der Spielplatzplanung ist vielleicht nicht verkehrt, exklusiv Kinder und vielleicht noch Eltern zu beteiligen, womit jedoch gegen die obigen Grundsätze verstoßen wird. Und solche Beispiele in der Bürgerbeteiligung gibt es zahlreich, sei es die Gestaltung von Jugendzentren, Outdoor-Sportstätten, Treffpunkte für Menschen mit Migrationshintergrund, Kulturzentren etc. Zu viele Köche verderben dabei zu Brei ...

Die Hemmschwellen, sich zu beteiligen, müssen niedrig sein. Bevölkerungsgruppen, die sich selten beteiligen, sollten speziell angesprochen werden. Bei Veranstaltungen muss die Moderation darauf achten, dass auch die "stillen" zu Wort kommen. Ein ausgewogenes Verhältnis der Wortbeiträge entsprechend der Diversität der Bevölkerung ist anzustreben.